Zugriffsberechtigungen in der Personalakte
Wer darf was sehen?

Inhaltsverzeichnis
Warum Zugriffsrechte so wichtig sind
Personalakten enthalten zahlreiche sensible Informationen über Mitarbeitende. Dazu gehören persönliche Daten, Arbeitsverträge, Gehaltsinformationen, Krankmeldungen oder Weiterbildungsnachweise.
Nicht jede Person im Unternehmen benötigt Zugriff auf diese Informationen. Deshalb sind klar geregelte Zugriffsberechtigungen ein wichtiger Bestandteil einer professionellen Personalverwaltung.
Sie schützen die Privatsphäre der Mitarbeitenden und helfen Unternehmen dabei, Datenschutzvorgaben einzuhalten.
Welche Daten in der Personalakte gespeichert werden
Je nach Unternehmen enthält eine Personalakte unter anderem:
Arbeitsverträge
Gehaltsabrechnungen
Steuer- und Sozialversicherungsdaten
Bescheinigungen
Krankmeldungen
Weiterbildungsnachweise
Personalstammdaten
Da viele dieser Informationen besonders schützenswert sind, müssen Unternehmen genau festlegen, wer auf welche Dokumente zugreifen darf.
Wer darf auf Personalakten zugreifen?
Grundsätzlich gilt: Zugriff erhalten nur Personen, die die Informationen für ihre beruflichen Aufgaben benötigen.
Dazu gehören häufig:
Personalabteilung
HR-Mitarbeitende benötigen in der Regel Zugriff auf einen Großteil der personalrelevanten Informationen, um Personalprozesse effizient verwalten zu können.
Führungskräfte
Vorgesetzte benötigen häufig nur Zugriff auf ausgewählte Informationen ihrer Mitarbeitenden, beispielsweise für Urlaubsplanung, Abwesenheiten oder organisatorische Aufgaben.
Vollständige Personalakten sind für Führungskräfte meist nicht erforderlich.
Mitarbeitende
Mitarbeitende haben grundsätzlich das Recht, ihre eigenen personenbezogenen Daten einzusehen. Moderne HR-Systeme ermöglichen deshalb häufig einen direkten Zugriff auf persönliche Dokumente und Unterlagen.
Externe Personen
Steuerberater, Lohnbüros oder andere externe Dienstleister sollten nur auf die Informationen zugreifen können, die sie für ihre Tätigkeit tatsächlich benötigen.
Warum rollenbasierte Berechtigungen sinnvoll sind
In modernen digitalen Personalakten werden Zugriffsrechte häufig über Rollen gesteuert.
Beispiele:
Mitarbeitende sehen nur ihre eigenen Dokumente.
Führungskräfte sehen Informationen ihrer Teams.
HR erhält erweiterte Verwaltungsrechte.
Administratoren verwalten das System, ohne zwangsläufig auf Inhalte zugreifen zu müssen.
Dieses sogenannte Rollen- und Berechtigungskonzept sorgt dafür, dass sensible Informationen nur den Personen angezeigt werden, die sie tatsächlich benötigen.
Dadurch werden Datenschutzrisiken deutlich reduziert.
Datenschutz und DSGVO-Anforderungen
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass personenbezogene Daten angemessen geschützt werden müssen. Dazu gehört auch die sogenannte Zugriffskontrolle.
Unternehmen sollten daher sicherstellen:
dass Berechtigungen regelmäßig überprüft werden
dass Zugriffe nachvollziehbar dokumentiert werden
dass ehemalige Mitarbeitende keinen Zugriff mehr besitzen
dass sensible Dokumente besonders geschützt werden
Moderne HR-Systeme unterstützen diese Anforderungen durch detaillierte Berechtigungskonzepte, Protokollierungen und sichere Zugriffsmöglichkeiten.
Mit Lösungen wie Bits-HR können Unternehmen exakt festlegen, welche Personen oder Rollen auf bestimmte Dokumente, Kategorien oder Bereiche der Personalakte zugreifen dürfen. Dadurch bleiben sensible Mitarbeiterdaten geschützt und gleichzeitig jederzeit verfügbar für berechtigte Personen.
Besonderheit: Zugriffsrechte bei Entgeltabrechnungen
Gehaltsabrechnungen gehören zu den sensibelsten Personaldokumenten im Unternehmen. Deshalb sollten Unternehmen besonders sorgfältig festlegen, wer auf Entgeltunterlagen zugreifen darf. In der Regel benötigen lediglich die Personalabteilung, gegebenenfalls die Lohnbuchhaltung sowie der jeweilige Mitarbeitende Zugriff auf diese Dokumente. Führungskräfte erhalten häufig keinen Einblick in Gehaltsabrechnungen, sofern dies nicht für ihre Aufgaben erforderlich ist.
Fazit
Zugriffsberechtigungen sind ein zentraler Bestandteil jeder digitalen Personalakte. Sie sorgen dafür, dass sensible Mitarbeiterdaten geschützt bleiben und nur von autorisierten Personen eingesehen werden können.
Durch klare Rollen- und Berechtigungskonzepte schaffen Unternehmen nicht nur mehr Datensicherheit, sondern erfüllen gleichzeitig wichtige Anforderungen der DSGVO. Moderne HR-Systeme unterstützen dabei, Zugriffe transparent, nachvollziehbar und effizient zu verwalten.