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Offboarding Checkliste: Prozesse sicher und wertschätzend beenden

Vom Wissenstransfer bis zum letzten Arbeitstag - so gelingt ein strukturierter Mitarbeiteraustritt

Mitarbeiter mit persönlichen Gegenständen beim Verlassen seines Arbeitsplatzes im Büro.

Inhaltsverzeichnis


  1. Was bedeutet Offboarding?

  2. Warum ein strukturierter Offboarding-Prozess wichtig ist

  3. Offboarding beginnt vor dem letzten Arbeitstag

  4. Wissen und Aufgaben richtig übergeben

  5. Zugänge, Berechtigungen und Arbeitsmittel

  6. Dokumente und administrative Aufgaben

  7. Der letzte Arbeitstag und das Exit-Gespräch

  8. Offboarding mit digitalen HR-Prozessen vereinfachen

  9. Offboarding-Checkliste

  10. Fazit



Was bedeutet Offboarding?


Unter Offboarding oder Exit Management versteht man den strukturierten Prozess rund um das Ausscheiden eines Mitarbeitenden aus einem Unternehmen. Dabei geht es sowohl um organisatorische und technische Aufgaben als auch um einen professionellen persönlichen Abschied.

Der Prozess beginnt deshalb nicht erst am letzten Arbeitstag. Sobald ein Austritt feststeht, sollten HR, Führungskraft und gegebenenfalls IT die notwendigen Schritte koordinieren.

Je besser dieser Ablauf vorbereitet ist, desto geringer ist die Gefahr, dass wichtige Aufgaben, Informationen oder Berechtigungen übersehen werden.



Warum ein strukturierter Offboarding-Prozess wichtig ist


Während Unternehmen häufig viel Aufwand in das Onboarding neuer Mitarbeitender investieren, wird der Austritt teilweise noch immer eher nebenbei organisiert.

Dabei kann ein unstrukturierter Austritt verschiedene Probleme verursachen. Offene Zugriffsrechte können beispielsweise ein Sicherheitsrisiko darstellen, fehlende Übergaben führen zu Wissensverlust und nicht zurückgegebene Arbeitsmittel verursachen zusätzlichen Aufwand. Auch aus Datenschutzsicht ist ein klar geregelter Austrittsprozess relevant.

Gleichzeitig prägt der Abschied den letzten Eindruck, den Mitarbeitende von einem Unternehmen mitnehmen. Ein professionelles Offboarding verbindet deshalb Sicherheit und Organisation mit Wertschätzung.



Offboarding beginnt vor dem letzten Arbeitstag


Sobald der Austrittstermin feststeht, sollten die wichtigsten Aufgaben geplant und Verantwortlichkeiten verteilt werden.

HR, Führungskraft und IT müssen wissen, welche Schritte sie bis zu welchem Zeitpunkt erledigen sollen. Dazu gehören beispielsweise die interne Kommunikation des Austritts, die Planung der Aufgabenübergabe, administrative HR-Aufgaben sowie die Vorbereitung der Rückgabe von Arbeitsmitteln.

Auch Teams, Projektpartner oder andere relevante Ansprechpartner sollten rechtzeitig darüber informiert werden, wer künftig Aufgaben oder Verantwortlichkeiten übernimmt.

Ein standardisierter Prozess verhindert, dass solche Aufgaben erst am letzten Arbeitstag auffallen.



Wissen und Aufgaben richtig übergeben


Mit Mitarbeitenden verlässt häufig auch wertvolles Wissen das Unternehmen. Deshalb gehört ein strukturierter Wissenstransfer zu den wichtigsten Bestandteilen des Offboardings.


Laufende Projekte, Zuständigkeiten, wichtige Kontakte und relevante Dokumentationen sollten rechtzeitig an Kolleginnen, Kollegen oder Nachfolger übergeben werden. Die Führungskraft sollte außerdem prüfen, ob alle notwendigen Informationen vollständig dokumentiert sind.

Digitale Prozesse helfen dabei, Wissen nicht ausschließlich in persönlichen E-Mail-Postfächern, lokalen Dateien oder einzelnen Köpfen zu belassen.

Mit Pins, dem digitalen Schwarzen Brett von bits-HR, können beispielsweise Arbeitsanweisungen, Prozessdokumentationen, Unternehmensinformationen und weitere Dokumente zentral für Mitarbeitende bereitgestellt werden.

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Zugänge, Berechtigungen und Arbeitsmittel


Ein besonders wichtiger Bestandteil des Offboardings ist die Datensicherheit.

Spätestens zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses müssen nicht mehr benötigte Zugriffs- und Zutrittsrechte entzogen werden. Dazu können unter anderem Benutzerkonten, E-Mail-Zugänge, VPN-Zugriffe, Software-Accounts sowie Gebäude- und Zutrittsberechtigungen gehören.

Gleichzeitig sollten sämtliche Arbeitsmittel zurückgegeben werden – beispielsweise Laptop, Smartphone, Schlüssel, Zutrittskarte, Firmenwagen oder andere vom Unternehmen bereitgestellte Geräte und Gegenstände.

Gerade bei vielen beteiligten Abteilungen hilft ein definierter Prozess dabei, nachvollziehbar festzuhalten, wer welche Aufgabe übernimmt und ob sie bereits erledigt wurde.



Dokumente und administrative Aufgaben


Auch für HR entstehen beim Austritt zahlreiche administrative Aufgaben.

Je nach Beschäftigungsverhältnis müssen beispielsweise letzter Arbeitstag und offene Ansprüche geprüft, erforderliche Unterlagen vorbereitet und ein Arbeitszeugnis erstellt werden. Haufe zählt unter anderem Kündigungsbestätigung, Prüfung finanzieller Ansprüche, Arbeitszeugnis und Austrittsgespräch zu den typischen HR-Aufgaben im Offboarding.

Auch die Personalakte endet natürlich nicht mit dem letzten Arbeitstag. Relevante Personalunterlagen müssen weiterhin strukturiert verwaltet und entsprechend der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen aufbewahrt werden.

Eine digitale Personalakte erleichtert es HR, Dokumente zentral zu organisieren und benötigte Unterlagen schnell wiederzufinden. bits-HR bündelt Personal- und Abrechnungsdokumente digital und ermöglicht eine Steuerung über differenzierte Zugriffsrechte.



Der letzte Arbeitstag und das Exit-Gespräch


Neben allen organisatorischen Aufgaben sollte auch der persönliche Abschied nicht zu kurz kommen.

Ein Exit-Gespräch bietet die Möglichkeit, Feedback einzuholen und mehr darüber zu erfahren, warum Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Themen können beispielsweise Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur, Zusammenarbeit, Führung oder Entwicklungsmöglichkeiten sein.

Dieses Feedback kann wertvolle Hinweise darauf geben, wo das Unternehmen seine HR-Prozesse oder Arbeitsbedingungen verbessern kann.

Gleichzeitig sollte der letzte Arbeitstag wertschätzend gestaltet werden. Ein professioneller Abschied hinterlässt einen besseren letzten Eindruck – und hält möglicherweise sogar die Tür für eine spätere Zusammenarbeit offen.



Offboarding mit digitalen HR-Prozessen vereinfachen


Je mehr Schritte per E-Mail, Excel oder Papier organisiert werden, desto schwieriger wird es, beim Offboarding den Überblick zu behalten.

Digitale HR-Prozesse können dabei helfen, wiederkehrende Aufgaben zu standardisieren und Verantwortlichkeiten eindeutig festzulegen.

Mit bits-HR lassen sich individuelle Anträge, Meldungen und Freigabeprozesse digital abbilden. Unternehmen bestimmen dabei selbst, welche Informationen benötigt werden und wer einen Vorgang bearbeitet, freigibt oder darüber informiert wird.

So lässt sich beispielsweise auch ein unternehmensspezifischer Austrittsprozess strukturieren: HR stößt den Vorgang an, Führungskräfte organisieren die Übergabe und weitere Beteiligte erhalten ihre jeweiligen Aufgaben.

Der Vorteil: Der Prozess folgt nicht mehr einer losen Sammlung aus E-Mails und Checklisten, sondern einem nachvollziehbaren digitalen Ablauf.

Mehr über digitale HR-Workflows mit bits-HR erfahren



Offboarding-Checkliste


Folgende Punkte sollten Unternehmen beim Austritt eines Mitarbeitenden berücksichtigen:

Vor dem Austritt

  • Austrittstermin und letzten Arbeitstag festlegen

  • Verantwortlichkeiten zwischen HR, Führungskraft und IT klären

  • Team und relevante Ansprechpartner informieren

  • Übergabe laufender Aufgaben und Projekte planen

  • Wissen und wichtige Prozesse dokumentieren

  • Resturlaub und weitere offene Ansprüche prüfen

  • Arbeitszeugnis und notwendige Unterlagen vorbereiten


Zum letzten Arbeitstag

  • Laptop, Smartphone und weitere Arbeitsmittel zurücknehmen

  • Schlüssel, Karten und sonstige Zutrittsmittel einziehen

  • Benutzerkonten und Zugriffsberechtigungen sperren

  • VPN- und externe Zugänge deaktivieren

  • Verteiler, Organigramme und Zuständigkeiten aktualisieren

  • abschließendes Exit-Gespräch führen

  • persönliche Verabschiedung organisieren


Nach dem Austritt

  • Personalunterlagen vollständig und strukturiert ablegen

  • offene administrative Vorgänge abschließen

  • Zuständigkeiten und Nachfolge prüfen

  • Erkenntnisse aus dem Exit-Gespräch auswerten


Welche Schritte im konkreten Fall erforderlich sind, hängt vom Unternehmen, der Position und dem Beschäftigungsverhältnis ab. Die Checkliste sollte deshalb an die eigenen Prozesse angepasst werden. Die genannten technischen und organisatorischen Schritte entsprechen typischen Empfehlungen für professionelles Offboarding.



Fazit


Ein professionelles Offboarding schützt nicht nur Daten und Unternehmenswissen. Es sorgt auch dafür, dass Aufgaben sauber übergeben, Verantwortlichkeiten geklärt und Mitarbeitende wertschätzend verabschiedet werden.

Besonders wichtig ist ein klar definierter und wiederholbarer Prozess. Je weniger dabei von einzelnen E-Mails, Excel-Listen oder persönlichen Erinnerungen abhängt, desto geringer ist die Gefahr, dass wichtige Schritte vergessen werden.

Mit digitalen Personalakten, zentral bereitgestellten Informationen und individuell konfigurierbaren HR-Workflows bietet bits-HR verschiedene Möglichkeiten, solche Prozesse digital zu unterstützen.

So wird aus dem Mitarbeiteraustritt ein strukturierter HR-Prozess – sicher, nachvollziehbar und wertschätzend bis zum letzten Arbeitstag.

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